Squash Schlagtechniken im Überblick

Welche Squash Schlagtechniken gibt es? Und wie unterscheiden sie sich? Die Antwort drauf finden Sie in den folgenden Abschnitten. Inklusive Erklärungen und Tipps zur richtigen Umsetzung. Die richtige Technik ist bei Squashschlägen sehr wichtig, denn nur mit den richtigen Treffern schaffen Sie es ihren Gegner aus den Reserven zu locken und ihn dann zu “überlisten”.

Banner für die Squash Schlagtechniken

Longline

Der erste Schlag in einem Spiel sollte immer ein Longline sein.
Der perfekte Longline wird an die Frontwand zwischen das Tinboard und die Aufschlagslinie gespielt, von da aus prallt er gerade zurück und springt das erste Mal im Aufschlagsfeld auf. Das zweite Mal sollte der Ball dann in der Kante zwischen Rückwand und Boden, dem so genannten Nick aufspringen.
Der perfekte Longline gelingt allerdings nur den Wenigsten, deswegen muss man auch lernen kurze und lange Longlines umzusetzen. Wenn der Ball gegen die Rückwand springt und dies mit einem halben Meter Höhe tut, ist alles optimal, doch springt er wesentlich höher ist der Ball zu lang, springt er wesentlich niedriger ist der Ball zu kurz. Die Länge lässt sich allerdings korrigieren und zwar so: Braucht der Ball mehr Länge, spielt man ihn höher oder härter, soll der Ball kürzer werden, dann spielt man ihn weicher oder flacher. Diese Erklärung wirkt zuerst sehr simpel, doch die Umsetzung ist es nicht. Nur Übung macht den Meister.

Cross

Squash Schlagtechniken 1

source: shutterstock

Der Cross-Ball wird in das Seitenwand-Nick auf die Höhe des Courts gespielt, auf der der Gegner gerade steht. Der Cross sollte mindestens das Aufschlagsviereck erreichen.
Die Taktik, Stellung und Schwung ist beim Cross genauso wie beim Longline, denn wenn es schon beim Ansatz einen Unterschied gäbe, würde der Gegenspieler sofort wissen, was Sie als Nächstes vorhaben. Der Treffpunkt ist so ziemlich der einzige Unterschied, den die beiden Schläge haben. Der Cross muss circa 15-20 Zentimeter früher getroffen werden, dadurch wird nämlich vom Schlägerkopf ein Winkel gebildet, der offen zur Seitenwand ist. Optimal wäre es den Ball so zu treffen, daraufhin würde oder sollte er die Frontwand ungefähr mittig treffen und dann bis zur hinteren Rückhanddecke springen. Ist der Winkel zu groß, das bedeutet der Ball wurde zu früh gespielt, dann wird die Seitenwand sehr früh getroffen und von dort aus springt er lediglich in die Mitte des Courts und dort ist es eine Leichtigkeit für den Gegner den Ball zurück zu spielen. Anders herum tut man sich allerdings auch keinen Gefallen denn von dem Aufprallpunkt dieses Balles kann man leicht aus der T-Position mit einem volley kontern.

Boast

Wenn ich meinen oder meine Gegenspieler mit einem Longline und einem Cross in die hintere Hälfte des Courts gelockt habe, wäre ein gekonnter Zug um sie zu überlisten der Boast.

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Boasts:

1. Drei-Wand-Boast (Angriffs-Boast): Er wird zuerst gegen die Seitenwand gespielt, danach prallt er von dort an die Frontwand und schließlich an die gegenüberliegende Seitenwand. Das Nick ist der optimale Treffpunkt. Der perfekte Treffpunkt für Ball und Schläger ist hinter dem linken Knie. Der Ball muss ebenso direkt und scharf gespielt werden. Weil der Ball durch die Seitenwand stark abgebremst wird, wird die Flugkurve extrem flacher. Um dem entgegen zu wirken muss der Schlägerkopf etwas mehr geöffnet werden.

2. Zwei-Wand-Boast: Hier prallt der Ball von der Seitenwand mittig auf die Stirnwand, daraufhin muss der Ball zweimal am Boden aufkommen bevor er die Seitenwand am Nick erreicht.

Stopp

Squash Schlagtechniken 2

source: shutterstock

Ein Stopp ist meist ein Konter zum Boast.
Der Stopp lässt sich am besten dann schlagen, wenn der Ball auf dem Höhepunkt seiner Flugbahn ist, oder wenn diese gerade fällt. Trifft man den Ball dabei hoch kann man ihn “reindrücken”. Wichtig ist, dass der Stopp vorne gespielt wird und vom Körper weg, dabei wird der Schlägerkopf so weit wie möglich nach hinten gehalten. Man muss einen Winkel schaffen, indem man versucht das Handgelenk vor den Schlägerkopf zu drücken. Dadurch wird der Ball an die Frontwand geschlagen, von der er dann in die Seitenwandkante springt. Ein Tipp wäre beim Stopp so wie bei vielen anderen Squash Schlagtechniken, zum Beispiel Longline oder Cross, eine lange Ausholphase zu haben, damit der Gegner nicht sofort erkennt welcher Schlag jetzt folgt. Der Ball soll zwei Schlägerlängen von der Frontwand entfernt sein und in der Nähe der Seitenwand.

Lob

Auf den Stopp könnte dann ein Lob folgen, ein Lob sollte aber nur dann gespielt werden, wenn sich dein Gegenspieler im vorderen Bereich des Courts aufhält, denn damit lassen Sie ihn dann so richtig rennen.
Der Lob wird von vorne gespielt, allerdings sollte der Schläger mehr geöffnet sein als beim Stopp und er wird von unten nach oben gezogen. Der Treffpunkt sollte ungefähr einen Meter unter der Außenlinie, direkt an der Mitte der Frontwand sein. Dabei ist die optimale Flugbahn des Lobs cross durch den Court. Dadurch dass man ihn cross spielt, kann man ihn auch höher spielen, weil er erstens eine längere Flugbahn hat und zweitens durch den Aufprall an der Wand sowieso so ausgebremst wird, dass der Ball steif in die hintere Ecke des Courts fällt.

Volley

Squash Schlagtechniken 3

source: shutterstock

Der Volley ist einer der effektivsten und stärksten Schläge bei den Squash Schlagtechniken.
Er muss etwas vor dem Körper, mit ausgestrecktem Arm und festem Handgelenk gespielt werden, außerdem wird er mit vollem Schwung schnell durchgezogen. Ein häufiger Fehler beim Volley ist, dass der Spieler zu nah zum Ball ist. Wenn das passiert, dann muss man den Ellenbogen anwinkeln und verliert dadurch allerdings viel Kraft. Der Volley kann als Longline oder Cross gespielt werden, er muss lediglich eine gute Länge haben, das bedeutet er sollte mindestens ins Aufschlagviereck kommen. Der Volley beschleunigt das Spiel, aber nicht nur für einen selbst, sondern auch für den Gegner. Deshalb ist ein gutes Reaktionsvermögen, eine gute Muskulatur und ein schneller Geist sehr wichtig.

Wir hoffen wir konnten Ihnen dabei helfen die einzelnen Schlagtechniken besser zu verstehen und wünschen Ihnen viel Erfolg das Gelernte anzuwenden.